Teamwork In The Wild #01

Drei Elefanten. Ein Baby. Echtes Teamwork.

Drei Elefanten.
Ein Baby taucht ab.
Kein Meeting. Keine PowerPoint.

Dennoch wissen die Erwachsenen. worauf es jetzt ankommt. Und tun es. Einfach.

Quelle: Open.Video – Originalvideo ansehen

Das Elefantenbaby kann schließlich auch nicht über Wasser gehen.. Die erwachsenen Tiere erkennen die Situation und handeln. Gemeinsam.

Niemand diskutiert lange über Zuständigkeiten. Niemand wartet darauf, dass jemand einen Maßnahmenplan erstellt. Und offenbar braucht es auch kein Organigramm, um herauszufinden, wer gerade welchen Beitrag leisten kann.

Alle kennen das Ziel – und ziehen gemeinsam an einem Baby, äh … an einem Strang.

Was können Teams aus Zweibeinern daraus lernen?

Natürlich funktioniert ein Unternehmen anders als eine Elefantenherde. Trotzdem zeigt die Szene etwas, das auch bei menschlichen Teams entscheidend ist:

Ein gemeinsames Ziel allein reicht nicht.

Erst wenn die Beteiligten ihre Aufmerksamkeit auf dasselbe Problem richten, aufeinander reagieren und ihren jeweiligen Beitrag tatsächlich leisten, entsteht gemeinsames Handeln.

Genau hier liegt in vielen Teams die eigentliche Herausforderung.

Der Plan ist bekannt.
Die Aufgaben sind verteilt.
Im Meeting waren sich alle einig.

Und trotzdem entsteht zwischen „Wir wissen, was zu tun ist“ und „Wir tun es gemeinsam“ manchmal eine erstaunlich große Lücke.

Die Elefanten machen es besser.

Teamwork wird sichtbar, wenn es darauf ankommt

Das ist einer der Gründe, warum mich die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Tieren so fasziniert.

Tiere interessieren sich nicht besonders für unsere schönen Absichtserklärungen. Sie reagieren auf das, was tatsächlich geschieht.

Das erleben wir auch beim Schafehüten Teambuilding.

Ein Team kann einen super Plan entwickeln. Wenn anschließend aber eine Person lieber stehen bleibt, weil der Weg in die richtige Position mit Anstrengung verbunden ist – oder sich nicht entscheiden kann: Leitschafe 1 bis 50 in Schach halten oder den Kollegen, der mit den Brennnesseln kämpft, bei Schaf 150 ersetzen? – dann haben viele hundert Schafe Spaß mit gestohlenem Gras.

Dann erkennen zuerst die Leitschafe und dann die vielen anderen hundert Schafe, wo die Schwachstelle ist.

Und gehen.

Meistens braucht es zwei Stunden, bis im Team die Erkenntnis reift: ohne saubere Absprache und gute Umsetzung laufen wir noch länger hinterher und sammeln Meilen. Zu Fuß.

Das unterscheidet Profis und Spitzenteams von durchschnittlichen Teams: nicht der bessere Plan, nicht die bessere Kondition: Planen, Absprechen. Genauso machen. Kein Drama.

Plötzlich läuft es.

Bei Elefanten.
Bei Schafen.
Und erstaunlich oft auch bei Zweibeinern.

Die Frage zum Schluss

Wie groß ist in Ihrem Team die Lücke zwischen dem gemeinsamen Plan und der gemeinsamen Umsetzung?

TEAMWORK IN THE WILD

In dieser Reihe sammle ich außergewöhnliche, überraschende und manchmal ziemlich komische Beispiele dafür, wie Menschen und Tiere zusammenarbeiten, führen, scheitern, improvisieren – und Probleme lösen.

Schafehüten-Teambuilding:
Erleben. Verstehen. Change.

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