Ein ziemlich komisches – und erstaunlich gutes – Beispiel für Teamwork, gemeinsame Ziele und schnelle Anpassung.
Vier Katzen. Ein Kühlschrank. Ein gemeinsames Ziel.
Kein Meeting. Keine PowerPoint. Und vermutlich auch keine Freigabe durch den Einkauf.
Trotzdem scheint ziemlich schnell klar zu sein, was zu tun ist.
Quelle: Open.Video – Originalvideo ansehen →
Open.Video beschreibt die Szene so: Vier Katzen versuchen gemeinsam, einen Kühlschrank zu öffnen – bis sie erwischt werden und sich zurückziehen.
Was können menschliche Teams von vier Katzen über Teamwork lernen?
Oder, anders gefragt: Was können Teams aus Zweibeinern daraus lernen? Zugegeben: Über die strategische Qualität des gemeinsamen Ziels lässt sich diskutieren. Aber immerhin haben die vier etwas, woran es in menschlichen Teams gelegentlich schon scheitert:
Alle wollen offenbar dasselbe.
Niemand muss zunächst überzeugt werden, dass ein geöffneter Kühlschrank ein erstrebenswerter Zustand ist.
Niemand fragt:
„Warum machen wir das eigentlich?“
„Wer ist zuständig?“
„Können wir das nicht auf nächste Woche verschieben?“
Das Ziel scheint klar. Und plötzlich entsteht Bewegung.
Gemeinsame Ziele: Kennen reicht nicht – alle müssen sie wollen
In Unternehmen werden Ziele gerne formuliert.
Sie stehen in Präsentationen. Auf Flipcharts. In Strategiepapieren.
Das bedeutet aber noch lange nicht, dass daraus ein gemeinsames Ziel geworden ist.
Der Unterschied ist entscheidend:
Ein Ziel, das alle kennen, ist noch kein Ziel, das alle wollen.
Bei unseren vier Kühlschrankstrategen scheint dieses Problem nicht zu bestehen.
Die Motivation ist vorhanden. Jetzt muss nur noch die Umsetzung funktionieren. Kommt einem bekannt vor.
Teamwork braucht Anpassungsfähigkeit, wenn sich die Situation ändert
Besonders schön wird die Szene in dem Moment, in dem die Katzen entdeckt werden.
Plötzlich gilt eine völlig neue Situation. Der ursprüngliche Plan verliert innerhalb von Sekunden an Attraktivität.
Und das Team reagiert.
Schnell.
Sehr schnell.
Man könnte es auch agile Transformation nennen.
Die Katzen nennen es vermutlich: Weg hier.
Was das mit Schafehüten-Teambuilding zu tun hat
Beim Schafehüten-Teambuilding kann ein Team einen großartigen Plan entwickeln.
Wer steht vorne?
Wer hält die Flanken? Wer koordiniert das Team?
Wer behält die Leitschafe im Auge?
Alles besprochen.
Dann bewegen sich mehrere hundert Schafe.
Und plötzlich ist die Situation eine andere als im Plan.
Ein Teil der Herde dreht ab.
Das Leitschaf – das übrigens eine Ziege ist – interessiert sich plötzlich mehr für einen Apfelbaum als für die Führung der Bande.
Jemand steht nicht dort, wo das Team ihn jetzt braucht. Ein Busch hat den Weg versperrt.
Dann zeigt sich, ob ein Team nur einen Plan hatte – oder ob es tatsächlich gemeinsam handeln und sich anpassen kann. Die Schafe warten nämlich nicht darauf, dass wir ein Follow-up-Meeting ansetzen.
Vielleicht ist Teamwork manchmal erstaunlich einfach
Ein gemeinsames Ziel.
Aufmerksamkeit füreinander.
Jeder leistet seinen Beitrag.
Und wenn sich die Situation ändert, verändert sich das Team mit ihr.
Die vier Katzen demonstrieren das ziemlich eindrucksvoll.
Die Frage zum Schluss
Was passiert in deinem Team, wenn zwar alle den Plan kennen – aber nicht alle dasselbe wollen?
TEAMWORK IN THE WILD
In dieser Reihe sammle ich außergewöhnliche, überraschende und manchmal ziemlich komische Beispiele dafür, wie Menschen und Tiere zusammenarbeiten, führen, scheitern, improvisieren – und Probleme lösen.
Denn manchmal zeigen vier Katzen vor einem Kühlschrank erstaunlich viel von dem, worüber wir in Unternehmen lange diskutieren.
Schafehüten-Teambuilding
Erleben. Verstehen. Change.
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Vorherige Folge:
TEAMWORK IN THE WILD #01 – Drei Elefanten retten ein Baby
